Pfalzmuseum Forchheim: „Pulverdampf und Leutgeschrei“

Die Historische Stadtwache Franken wird eine Serie Böllerschüsse mit vier Musketen abgeben. © Historische Stadtwache Franken
Die Historische Stadtwache Franken wird eine Serie Böllerschüsse mit vier Musketen abgeben. © Historische Stadtwache Franken

Eine Inszenierung des Prager Fenstersturzes 1618 mit Böllerschüssen und Musik

Die Operation eines Kriegsverletzten durch die Historische Stadtwache Franken wird authentisch und sehr blutig ablaufen…! © Historische Stadtwache Franken

Die Operation eines Kriegsverletzten durch die Historische Stadtwache Franken wird authentisch und sehr blutig ablaufen…! © Historische Stadtwache Franken

Der Prager Fenstersturz aus dem Jahr 1618 gilt als Auftakt eines der schrecklichsten und grausamsten Kriege der Menschheitsgeschichte, dem 30jährigen Krieg. Mit zeitgenössischer Musik, „Live-Interviews historischer Zeitzeugen“ und Böllerschüssen entführt Sie das Pfalzmuseum Forchheim am Mittwoch, den 23. Mai 2018 um 19:00 Uhr im Innenhof der Kaiserpfalz mit einer Inszenierung direkt zu den dramatischen Ereignissen! Musik und Gesang bestreitet Christopher Retsch. Zudem wird ein selbsternannter Prophet sprechen und die Operation eines Kriegsverletzten wird authentisch und sehr blutig ablaufen…!

Die Historische Stadtwache Franken unter Leitung von Hauptmann Peter Lorz wird im Rahmen der Aufführung in der Kaiserpfalz eine Serie Böllerschüsse mit vier Musketen abgeben. Die Schützen erklären das Laden der Musketen bis zum Abschuss. Sie haben alle eine Schwarzpulverprüfung abgelegt, die Waffen zum Böllern sind staatlich beschossen.

Allerlei Volk wird sich zum Schauspiel einfinden, es gibt neben Pulverdampf und Leutgeschrei Bierausschank und einfache fränkische Kost!

Zu den historischen Ereignissen: Der Dreißigjährige Krieg (1618 – 1648) war ein grausamer Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten, aber auch eine außenpolitische Auseinandersetzung, in der sich Österreich und Spanien einerseits, Frankreich und Schweden andererseits gegenüberstanden. Am Ende des Krieges war das Land verwüstet und die Bevölkerung um ca. siebzig Prozent dezimiert.

Sechs Jahre vor dem Prager Fenstersturz war der in Böhmen leidlich beliebte Kaiser Rudolf II. gestorben. Nachfolger wurde Rudolfs Bruder Matthias, der sich nicht an die von Rudolf garantierte Glaubensfreiheit hielt. Stattdessen wurden immer mehr Protestanten aus königlichen Diensten entlassen; der Einfluss der Katholiken am Hof nahm zu. Protestantische Adlige zogen am 23. Mai 1618 zur Prager Burg und vollzogen dort eine Art Gerichtsverhandlung, an deren Ende sie die beiden königlich-habsburgischen Statthalter sowie einen Sekretär aus dem Fenster der königlichen Kanzlei warfen. Diese überlebten den Fall aus dem zweiten Stock, weil sie – zumindest der protestantischen Überlieferung nach – auf einem Misthaufen gelandet waren bzw. „himmlische Mächte“ sie noch in der Luft auffingen…

Der Eintritt zur Veranstaltung „Pulverdampf und Leutgeschrei“ kostet 14 Euro pro Person.

Tickets sind online über die Homepage von AGIL – Museumspädagogischer Verein Bamberg e.V., www.agil-bamberg.de oder über die Museumskasse erhältlich.

Eine Inszenierung des Prager Fenstersturzes 1618 mit Böllerschüssen und Musik

Termin: Mittwoch, 23. Mai 2018, 19:00 Uhr

Eintritt: 14,00 € p. P.

Ort: Pfalzmuseum Forchheim, Kapellenstr. 16, 91301 Forchheim