Sit­zung der Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft baye­ri­scher kom­mu­na­ler Gleich­stel­lungs­stel­len in Erlangen

Die all­jähr­li­che LAG-Sit­zung der baye­ri­schen Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten fand in die­sem Jahr am 16. und 17. April 2024 im Land­rats­amt Erlan­gen-Höchstadt statt. 49 Frau­en- und Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te aus baye­ri­schen Kom­mu­nen kamen hier zusam­men, um sich über die aktu­el­le Ent­wick­lung gleich­stel­lungs­re­le­van­ter The­men zu infor­mie­ren, Erfah­run­gen zu tei­len und sich mit ande­ren Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten abzustimmen.

Kom­mu­na­le Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te haben oft­mals als Ein­zel­kämp­fe­rin­nen den Auf­trag, auf kom­mu­na­ler Ebe­ne zur Umset­zung des in der Ver­fas­sung ver­an­ker­ten Grund­sat­zes der Gleich­be­rech­ti­gung von Frau­en und Män­nern bei­zu­tra­gen. Sie wir­ken in den Ver­wal­tun­gen nach innen und in den Kom­mu­nen nach außen mit dem Ziel, Maß­nah­men und Ent­schei­dun­gen auf ihre unter­schied­li­chen Aus­wir­kun­gen auf Frau­en und Män­ner hin zu betrach­ten. „In der jähr­li­chen Sit­zung wer­den inhalt­li­che Schwer­punk­te gesetzt, Grund­satz­ent­schei­dun­gen gefällt, Beschlüs­se gefasst und es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten des gegen­sei­ti­gen Aus­tau­sches“, sagt Chris­ti­ne Gals­ter, die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te des Land­krei­ses Forchheim.

Gruppenbild © Harald Sippel

Sit­zung der Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft baye­ri­scher kom­mu­na­ler Gleich­stel­lungs­stel­len. Grup­pen­bild © Harald Sippel

Unter­stüt­zung bot hier­bei auch die Bun­des­stif­tung Gleich­stel­lung Ber­lin, deren Direk­to­rin Lisi Mai­er in die­sem Jahr auf der Sit­zung gespro­chen hat. Die Stif­tung infor­miert, stärkt die Pra­xis und ent­wi­ckelt neue Pro­jek­te. Wei­te­re The­men der Sit­zung waren in die­sem Jahr die Umset­zung der Istan­bul­Kon­ven­ti­on, Berich­te aus den LAG-Arbeits­grup­pen, Anträ­ge für die im Sep­tem­ber 2024 anste­hen­de Tagung der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft in Würz­burg sowie die Rechts­la­ge von Schwangerschaftsabbrüchen.

Der gemein­sa­me Aus­tausch über die Auf­ga­ben und Her­aus­for­de­run­gen ist gera­de ange­sichts aktu­el­ler Ent­wick­lun­gen von zen­tra­ler Wich­tig­keit, denn die Gleich­stel­lungs­ar­beit erfährt auf Lan­des­ebe­ne deut­li­chen Wider­stand, wie die von der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung mehr­fach ver­scho­be­ne Novel­lie­rung des Baye­ri­schen Gleich­stel­lungs­ge­set­zes, sowie das „Gen­der-Ver­bot“ in Bay­ern zeigen.

Die jähr­li­chen Tref­fen auf der Sit­zung der LAG sind für uns als Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te daher aus­ge­spro­chen wich­tig, weil wir hier sehr viel gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung erhal­ten, sagen die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten über­ein­stim­mend. Wir erfah­ren hier, dass sich unser täg­li­cher Ein­satz für eine tat­säch­li­che Gleich­stel­lung aller Geschlech­ter trotz man­cher Wider­stän­de immer wie­der lohnt!

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