Das tut sich auf den großen Tiefbau-Baustellen im Landkreis Coburg

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Seßlacher Berg: Bald geht's los: Die Bauarbeiten an der Kreisstraße zwischen Seßlach und Watzendorf beginnen in wenigen Wochen. Foto: Landratsamt Coburg/Berthold Köhler

Straßenbau: Das hat der Landkreis Coburg in diesem Jahr noch vor

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Seßlacher Berg: Bald geht’s los: Die Bauarbeiten an der Kreisstraße zwischen Seßlach und Watzendorf beginnen in wenigen Wochen. Foto: Landratsamt Coburg/Berthold Köhler

Kreisstraße CO 25, Seßlacher Berg: Eine steile Straße mit einer langen Geschichte. Aus dem Jahr 2004 stammen die ersten Überlegungen für einen Ausbau zwischen Seßlach und Watzendorf. Es folgten insgesamt drei verschiedene Planungen mitsamt gescheiterter Grundstücksverhandlungen, die einen Vollausbau auf ganzer Länge verhinderten. Nun soll im Herbst der Baubeginn erfolgen.

Immerhin: Für den knapp über einen Kilometer langen Abschnitt im Wald, der komplett ausgebaut wird, hat der Landkreis Coburg staatliche Förderung zugesagt bekommen. „Wir rechnen mit mindestens 80 Prozent Förderung“, sagt Jürgen Alt, Fachbereichsleiter Tiefbau am Landratsamt Coburg. Das freut auch Landrat Sebastian Straubel: „Wir sind dankbar, dass wir auch bei diesem Projekt auf die finanzielle Unterstützung des Freistaats Bayern bauen können.“ Dank der Fördermittel aus dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (BayGVFG) und den Finanzausgleich des Freistaates komme der Landkreis bei seinem Vorhaben, die Kreisstraßen an die Anforderungen des heutigen Verkehrsaufkommens anzupassen, kontinuierlich voran. Eine gute Verkehrsinfrastruktur sei für die Zukunft des Landkreis Coburg mit seiner ländlichen Struktur von elementarer Bedeutung, ergänzt der Landrat.

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Bei der Alsterbrücke in Heilgersdorf (Stadt Seßlach) sollen die Bauarbeiten in gut zwei Monaten beendet sein. Foto: Landratsamt Coburg/Berthold Köhler

Fast genau 2500 Meter lang ist der Ausbaubereich am Seßlacher Berg. Neben der Fahrbahndecke auf gesamter Länge werden die Straßenentwässerung sowie die Sicherheitseinrichtungen erneuert. Patrick Mohr, der sich im Fachbereich Tiefbau um den Ausbau am Seßlacher Berg kümmert, erklärt: „Wir errichten unter anderem auf zwei Kilometern Länge neue Schutzplanken.“ Derzeit läuft die Endabstimmung zur bereits erfolgten Ausschreibung der Bauarbeiten: Die Kostenschätzung der Tiefbauverwaltung lag bislang bei rund 2,8 Millionen Euro, allerdings lassen die Preisentwicklungen der vergangenen Monate darauf schließen, dass es einen Aufschlag von rund zehn Prozent geben wird.

Mit dem Vollausbau im Bereich der Steigung verspricht man sich im Landratsamt eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit. Jürgen Alt: „Dort entspricht die Straße überhaupt nicht mehr den heutigen Standards.“ Das alles kostet aber Zeit: Im Fachbereich Tiefbau rechnet man damit, dass die Arbeiten an der CO 25 bis in den Sommer 2024 andauern. Es wird nach der Lage der Dinge auch nicht möglich sein, den Abschnitt während der Winterpause provisorisch für den Verkehr freizugeben. Verkehrsbelastung: 963 Fahrzeuge/24 Stunden (Verkehrszählung 2021)

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Rothenberg: Die Stadt Seßlach und der Landkreis Coburg werden die Rothenberger Ortsdurchfahrt gemeinsam komplett ausbauen. Foto: Landratsamt Coburg/Berthold Köhler

Kreisstraße CO 16, Ortsdurchfahrt Rothenberg: Dort beginnt im Herbst eine Gemeinschaftsmaßnahme mit der Stadt Seßlach, zunächst heuer mit den Arbeiten am Kanal- und Wasserleitungsnetz der Stadt. Fahrbahndecke, Gehweg und Bordsteine baut der Landkreis neu, die Infrastruktur im Untergrund ist Sache der Stadt. Laut Plan wird bis ins Frühjahr 2024 gebaut, bei Gesamtkosten von rund 735.000 Euro netto (Landkreisanteil: 235.000 Euro). Der Ausbau der Ortsdurchfahrt ist kurzfristig ins Programm aufgenommen worden, weil die Stadt Seßlach bei einem Baubeginn heuer mit erheblichen Zuwendungen aus dem Topf für wasserwirtschaftliche Vorhaben rechnen kann. Verkehrsbelastung: 847 Fahrzeuge/24 Stunden (laut Verkehrsmonitoring 2020).

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Die Kreckbrücke im Seßlacher Stadtteil Gemünda soll noch in diesem Jahr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Foto: Landratsamt Coburg/Berthold Köhler

Kreisstraße CO 19, Kreckbrücke Gemünda: Die Baufirma hat mit Spezialgerät die Bohrpfähle in der Kreck gesetzt und die Widerlager betoniert. Zudem läuft der Ausbau der Straße bis zu bereits 2019 erneuerten Rodachbrücke. Fakten – Kostenschätzung: 1,65 Millionen Euro; Dauer der Bauarbeiten: bis Ende des Jahres. Verkehrsbelastung: 299 Fahrzeuge/24 Stunden (Verkehrsmonitoring 2020)

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Bei der Alsterbrücke in Heilgersdorf (Stadt Seßlach) sollen die Bauarbeiten in gut zwei Monaten beendet sein. Foto: Landratsamt Coburg/Berthold Köhler

Kreisstraße CO 9, Alsterbrücke Heilgersdorf: Der Überbau ist betoniert und nun muss nur noch das Wetter mitspielen, um die Abdichtung aufbringen zu können. Melanie Dressel, im Fachbereich Tiefbau am Landratsamt Coburg für das Projekt zuständig, ist zufrieden mit dem Fortgang der Arbeiten: „Der Zeitplan, den wir beim Spatenstich im März hatten, ist heute immer noch gültig.“ Fakten – Kostenschätzung: 810.000 Euro; Dauer der Bauarbeiten: geplant bis Mitte Oktober. Verkehrsbelastung: 495 Fahrzeuge/24 Stunden (Verkehrszählung 2021)